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Pisa Studie

Die Pisa-Studie hat Bildungspolitiker, Pädagogen, Eltern und auch die Schüler gleichermaßen aufgeschreckt.
Den Kindern fehlt es nach dem Ergebnis der Studie an schulischen Grundfertigkeiten. Die Lesefähigkeit, den Sinn der Wörter zu erfassen und zu begreifen macht Probleme.

Bei unseren Spielzeugtests zeigt sich, dass das Spiel der Kinder anspruchsloser geworden ist, d. h. die Spielqualität hat nachgelassen. Es gibt immer mehr Spielzeug, bei dem die Handlungsspielräume der Kinder eingegrenzt werden. Auch die Art des Angebotes der Spielwaren hat sich verändert. So wird z.B. Konstruktionsspielzeug vorwiegend als "Modellbaukästen" angeboten. Nachbauen statt selbst erfinden ist angesagt. Doch mit dem Nachlassen der Komplexität des Kinderspiels gehen den Kindern wichtige Erfahrungen verloren, die unter anderem auch wichtig sind um den Sinn und die Bedeutung von Wörtern zu erfassen und Zusammenhänge herzustellen.

Nachfolgender Abschnitt, entnommen aus unserem Buch: "Vom Spielzeug und vom Spielen" macht die Problematik deutlich:

Nachlassende Spielqualität ?

Es ist insgesamt nicht verwunderlich, dass die Spiele vieler Kinder heute auffallend anspruchslos sind und bleiben. Es fehlt an Spielqualität.
Aber was versteht man unter Spielqualität? Ein einfaches Beispiel soll das vedeutlichen: Im Sandkasten wird das kleine Kind den Sand zunächst anfassen, herumstreuen, hoch werfen. Dann wird es entdecken, wie man eine Schaufel benutzt. Beim Schaufeln erfindet es den Berg und später auch den Tunnel durch den Berg. Vom einfachen Hantieren ist das Kind durch Probieren zum bewussten Gestalten gelangt. Es hat Schritt für Schritt eine höhere Spielqualität erreicht. Der gleiche Vorgang wiederholt sich auf höheren Ebenen, wenn das Schulkind sich Dingen probierend nähert, sie zerlegt und analysiert. Auch Spielen vollzieht sich in einer logischen Abfolge vom Einfachen zum Vielfältigen - es wird in diesem Sinn gelernt. Für Kinder, die nicht die Möglichkeit haben, ihr Spiel so weiterzuentwicken, bleibt es eine oberflächliche Beschäftigung. Die Kinder erleben und erfahren dann auch nicht die tiefe Befriedigung, wenn eine selbstgestellte Aufgabe erfüllt und das Ziel erreicht worden ist. Diese Erfahrung ist zusammen mit der Neugier eine wichtige Voraussetzung für die erwünschte Lernbereitschaft des Schulkindes und Erwachsenen.

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zum Seitenanfang Seite aktualisiert am 26.12.2001
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