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Kriterien für die Beurteilung von Spielzeug | |
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Spielzeug soll die Fantasie anregen und nicht einengen, wie es zum Beispiel Sprechpuppen mit ihren dürftigen Redewendungen tun. Jedes Kind erfindet mühelos mehr und bessere Worte für alles, was seine Puppe sagen soll. Je vielfältiger die Spielmöglichkeiten, desto anregender ist das Spielzeug und desto länger bleibt es interessant: z.B. ein Nachziehwagen für das Kleinkind. Das Spiel folgt den täglichen Umwelterfahrungen und den besonders eindrucksvollen Erlebnissen des Kindes (auch beim Fernsehen!). So regt z.B. die Baustelle vor dem Haus zum Nachspielen an, ein Urlaub auf dem Campingplatz lässt ein Wohnmobil interessant werden. Die Größe des Spielzeugs: Kleinkinder bauen besser mit großen Bausteinen, aber ein riesiger Teddybär eignet sich nicht gut zum überallhin begleitenden Freund. Die Menge: Für jedes Spielzeug ist das richtige Maß zu finden; mehr Bausteine fördern das Bauen, mehr Schienen machen die Eisenbahn interessanter - aber eine Puppe mit Zubehör ist besser als viele Puppen ohne Zubehör. Material und Haltbarkeitmüssen dem Spielzweck entsprechen. Aus jedem Material lässt sich gutes oder schlechtes Spielzeug herstellen. Kleinkindspielzeug muss besonders viel aushalten (aber nicht alles!). Enttäuschung ist der größte Spielverderber. Auch das Vertrauen zum Erwachsenen leidet darunter. Konstruktion und Mechanikmüssen für das Kleinkind besonders einfach sein und auch beim Spielzeug für ältere Kinder - immer verständlich. Einblick in die Technik ist wichtiger als Modelltreue. Form und Farbebeeinflussen auch die Spielmöglichkeiten und die Vorstellungswelt des Kindes: zu buntes Baumaterial stört beim Gestalten, „drollige“ Spieltiere verleiten zu einer sentimental verkitschten Einstellung zur Tierwelt. Spielzeug in vereinfachter Form lässt die Kinder Wesentliches erkennen. Überflüssige Dekorationen lenken vom eigentlichen Spiel ab. Sicherheitnach den EU-Normen muss vor der spiel gut Prüfung durch das CE bestätigt sein. Absolute Sicherheit gibt es aber nicht. Die Sicherheitsvorschriften können nicht Anleitung und Beaufsichtigung durch die verantwortlichen aufsichtspflichtigen Personen ersetzen. Jedes Kind muss auch allmählich lernen, mit alltäglichen Gefahren umzugehen. Sicherheit bedeutet für jedes Spielzeug und für jedes Kind etwas anderes. Umweltverträglichkeiteines Spielzeuges hängt von verschiedenen Faktoren ab und muss bei den verschiedenen Spielmaterialien unterschiedlich bewertet werden: das verwendete Material, Produktion, Gebrauch und Entsorgung, Langlebigkeit, Reparierbarkeit und Wiederverwendbarkeit. Langlebiges wird nicht zu Müll sondern „vererbt“. Oder man tauscht, kauft, verkauft auf dem Flohmarkt. Kein Wegwerfspielzeug kaufen und unnötig große Verpackungen zurückweisen (Gesellschaftsspiele!). Der Preis des Spielzeugs sollte immer im Verhältnis zu den Spielmöglichkeiten und zur Lebensdauer beurteilt werden. Lieber weniger und besseres Spielzeug kaufen. Eine gute Lösung: Wertvolles Spielzeug gemeinsam schenken. Was können Sie außerdem tun? Sorgen Sie für Platz, Zeit und Gelegenheit zum Spielen - auch für Schulkinder. Nehmen Sie das Spiel des Kindes genauso wichtig wie Ihr eigenes Hobby oder Ihre Arbeit. Zeigen Sie ernsthaftes Interesse ohne dauernd einzugreifen oder zu kritisieren. Schenken Sie das richtige Spielzeug zur rechten Zeit - nicht nur zu Weihnachten. Zu früh gegebenes Spielzeug führt zu Misserfolg und Enttäuschung. Spielerfolge fördern das Selbstvertrauen und machen Mut, Neues und immer Schwierigeres zu wagen. Kaufen Sie nicht, was Ihnen gerade Spaß machen würde, sondern was dem Kind anhaltende Freude und Nutzen bringen kann. |
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zum Seitenanfang | Seite erstellt am 2.4.2004 |
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